Bödecker-Kreis kommt vor den Kadi

BREMERHAVEN. Heiß auf die Schafskälte will er Leseratten machen und sie so vor den Kadi bringen: Der Friedrich Bödecker- Kreis Bremerhaven lädt zur Krimi- Lesung ins Amtsgericht ein. „Da fließt viel Blut, bei Schafen wie bei Menschen“, kitzelt Vereinschef Rolf Stindl die Lust auf einen Gruselabend am Mittwoch, 22. Juni, 19.30 Uhr, wach. Mit der Lesung „Schafskälte“ läutet der Verein die zweite Jahreshälfte ein – und wirbt um neue Mitstreiter.
Mit der Lesung der Autorin BiancaMinte-König wagen die Literaturfreunde ein Experiment: „Es wird gedolmetscht“, schmunzelt Stindl, „auf Plattdeutsch.“ Neues muss her, denn, betont Stindl, „wir wollen nicht bloß in die Schublade ‚Kinderkram‘ gesteckt werden, weil wir mit unseren Projekten besonders in Kitas und Schulen Lust aufs Lesen wecken. Wir haben auch Erwachsene im Visier.“ Darum plant der Verein, dessen aktuell 150 Mitglieder allein den finanziellen Aufwand für alle Literaturprojekte gar nicht „wuppen“ könnten, am 6. Oktober auch eine Lesung mit dem „Vorleser 2011“ Stefan Gemmel in der Stadtbibliothek. Es fehlt an Sponsoren Des Trommelns um neue Sponsoren darf der Verein nicht müde werden, der den Ehrgeiz hat, das stadtweite Projekt „Bücher-Kindergärten“ ins dritte Jahr und zu noch mehr Kitas zu bringen. Doch die Gelder werden knapper. „Wir bekommen dankenswerterweise noch 6500 Euro Jahreszuschuss von der Stadt“, sagt Stindl, „vom Kulturressort des Landes Bremen sind es aber schon 1000 Euro weniger.“ 2000 Euro jährlich koste es für jede Bücher-Kita, alle drei Monate neue Bücherpakete zu schnüren, Regale, Autorenbegegnungen und Theaterbesuche zu finanzieren. Darum müssen die Bücher-Kitas künftig mehr als sonst zubuttern: „Auch die neuen neun Kitas müssen statt 100 nun 400 Euro im Jahr zahlen“, rechnet Stindl aus. „Trotzdem fehlen uns noch rund 30 000 Euro.“ Einen Teil hofft er über Spenden unter anderem der Bremerhavener Bürgerstiftung abzudecken, „doch wir sind dringend um private Sponsoren verlegen, um 2012 weitermachen zu können.“ Für nächstes Jahr wird noch ein neues Großprojekt ausgetüftelt: „Zum Welt-Lyrik-Tag im März soll die ganze Stadt zum Gedicht werden.“ (sus)

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